Onkologie - spezialisierte Tumortherapie

Peritonealkarzinose - Bauchfellkarzinose - Bauchfellkrebs
chirurgische Onkologie - regionale Chemotherapie - Peritonektomie

Peritonealkarzinose

Definition
Unter einer Peritonealkarzinose versteht man die Ausbreitung von Tumorzellen auf dem Überzug der Organe des Bauchraums, dem sogenannten Peritoneum. Dabei findet die Verbreitung der Tumorzellen flächenhaft statt mit Bevorzugung bestimmter Regionen im Bauchraum, die einer geringen Mobilität unterliegen, wie zum Beispiel der Zoekalregion oder dem Douglas´schen Raum.

Tumorcell entrapment Hypothese

Diese Hypothese erklärt die häufig beobachtete rasche Progression einer Peritonealkarzinose nach einer Operation bzw. Resektion. Sie beruht darauf, dass während der Operation versprengte Tumorzellen sich in kurzer Zeit nach dem Eingriff in den entstandenen Wundflächen einlagern können. Hierzu existieren bestimmte Mechanismen, die Implantation von Tumorzellen in das Gewebe erleichtern

  1. Die während der Operation versprengten Tumorzellhaufen bilden kleinste Tumorembolien, die frei im Peritonealraum vagabundieren können.
  2. Die Ausbildung einer Fibrinschicht um die Tumorembolie schützt die Tumorzellen vor den immunaktiven Zellen.
  3. Die Einlagerung der Tumorzellen in die offenen Wundflächen ist ein rasch ablaufender, aktiver Prozess. Dabei kommt es zu einer Invasion der Tumorzellen in das eröffnete Gewebe. Dieser Prozess wird durch das infolge der Resektionsmaßnahmen enstandene Debridement erleichtert und ist innerhalb der ersten 6 Stunden nach der Operation bereits abgeschlossen.
  4. Blutkoagel, die Tumorzellen enthalten, bieten einen wirksamen Schutz der Tumorzellen gegenüber den Immunmechanismen.
  5. Die Freisetzung von Wachstumshormonen in den Wundflächen beschleunigt auch das Wachstum der implantierten Tumorzellen.

Die beschriebenen Phänomene erklären die hohe Rate einer raschen Progression nach Resektion von gastrointestinalen Tumoren mit gleichzeitigem Befall des Peritoneums. Die intraoperativ ausgeführte Applikation von Zytostatika in das Peritoneum stellt ein effizientes Instrument zur Verhinderung der Implantation von Tumorzellen im Bauchfell dar. Eine solche intraperitoneale Chemotherapie führt nicht nur zu einer direkten Zerstörung von Tumorzellen, sondern vermindert auch über den Spüleffekt die Zahl an Thrombozyten, Leukozyten und Monozyten. Diese Zellen sind alle aktiv den Prozess der Implementation einbezogen. Auch vermindert die intraperitoneal applizierte Chemotherapie die Freisetzung von Wachstumshormonen, die der Tumorprogression Vorschub leisten können.

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Dr. med. Herwart Müller

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