Onkologie - spezialisierte Tumortherapie

Peritonealkarzinose - Bauchfellkarzinose - Bauchfellkrebs
chirurgische Onkologie - regionale Chemotherapie - Peritonektomie

Pathophysiologie des Peritoneum

Das Peritoneum umfasst eine Gesamtfläche von etwa 1.7 m². Dabei funktioniert das Bauchfell weitgehend wie eine semipermeable Membran, die einen bidirectionalen Austausch von Flüssigkeit und kleinmolekularen Substanzen erlaubt. Der Flüssigkeitsaustausch ist ebenso wie der Austausch der Substanzen abhängig von der Membranfläche, Veränderungen der Permeabilität und der Durchblutung.

  • Barrierefunktion

    Während das Peritoneum für kleinmolekulare Substanzen und Flüssigkeit als semipermeable Membran funktioniert, ist die Aufnahme von größeren Partikeln wie auch Bakterien unter physiologischen Bedingungen auf bestimmte Areale im Bereich des Zwerchfells beschränkt. Solche größeren Partikel können absorbiert werden in bestimmten Stomata, die zwischen den Mesothelzellen lokalisiert sind. An diesen Stellen ist die Basalmembran gefenstert, was den Weitertransport in darunter gelegene Lakunen erleichtert. Diese Lakunen wiederum haben Anschluss an das Lymphsystem.
    Diese Stomata sind elastisch und erlauben den Durchtritt von Partikeln bis zu einer Größe von 10 µ. Während der Expiration kommt es zu einem Füllen der Lakunen, während diese in der Inspirationsphase durch die Kontraktion des Zwerchfells in das Lymphsystem entleert werden. Über diesen Mechanismus ist ein rascher Abtransport von Bakterien aus dem Peritoneum möglich.
  • Pathophysiologie bei Entzündung

    Eine Umkehrung dieser Barrierefunktion entsteht unter den Bedingungen einer Entzündung. In dieser Situation wird das Peritoneum durchlässig auch für Bakterien im Sinne einer Translokation aus dem Darmlumen in den Bauchraum. Ein solcher peritonealer Entzündungsprozeß führt zu einer raschen Verlagerung von Flüssigkeit und niedermolekularen Substanzen vom intravaskulären Raum in das Interstitium und die frei Bauchhöhle.
  • Intraabdomineller Druck

    Die Verschiebung von Flüssigkeit au dem vaskulären System in das Interstitium und den Peritonealraum führt zu einer Erhöhung des intraabdominellen Druck. Dabei beträgt dieser unter normalen Bedingungen unter 10 mm Hg. Eine Erhöhung dieses Druck über 10 mm Hg wird als abdominelles Kompartment - Syndrom bezeichnet. Die Erhöhung dieses abdomiellen Druck ist dabei mit anderen wesentlichen pathophysiologischen Veränderungen verbunden. So führt ein leichter Anstieg (10-20 mm Hg) zu einer wesentlichen Verminderung der viszeralen Durchblutung und Einschränkung der pulmonalen Funktion. Ein weiterer Anstieg (20-40 mmHg) führt zu einer Verminderung des venösen Rückfluss, Einschränkung der Nierenfunktion und Beeinträchtigung der cardialen Funktion. Bei weiterer Steigerung über 40 mm Hg kommt die Nierenfunktion zum Erliegen.

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