Onkologie - spezialisierte Tumortherapie

Peritonealkarzinose - Bauchfellkarzinose - Bauchfellkrebs
chirurgische Onkologie - regionale Chemotherapie - Peritonektomie

Aszites, Bauchwasser, Darmverschluß

Unter Aszites versteht man das Auftreten von freier Flüssigkeit im Bauchraum. Umgangssprachlich wird es auch Bauchwassersucht genannt. Aszites ist dabei im Rahmen einer Tumorerkrankung mit Bauchfellkarzinose ein häufiges Zeichen.
aszites 1 Die Funktion des Bauchfells besteht auch darin, ein wenig Flüssigkeit zu bilden, damit die Darmschlingen aneinander vorbei gleiten können. Damit wird ein unangenehmes oder auch schmerzhaftes Reiben der Darmschlingen bei der Peristaltik verhindert. Die Aufgabe des Peritoneum ist es aber auch, die Flüssigkeit wieder zu resorbieren. Im Falle eines Tumorbefalls des Bauchfells wird diese Funktion der Rückresorption zunehmend gestört, sodass mehr Flüssigkeit produziert als resorbiert wird mit dem Effekt, dass sich zunehmend mehr Flüssigkeit im Bauchraum ansammelt.
Eine geringe Menge Aszites wird von den Patienten zumeist nicht wahrgenommen. Sollte sich aber zunehmend mehr Aszites im Bauchraum sammeln, so führt dies zu einem zunehmenden Druck- und Spannungsgefühl. Zumeist ist dies mit einem Gefühl der allgemeinen Schwäche und Abgeschlagenheit verbunden, da durch einen pathophysiologischen Mechanismus andere Organe wie die Niere, das Herz oder auch die Leber in ihrer Funktion reduziert werden.

aszites 2 Um eine rasche Entlastung einer größeren Aszitesmenge zu erreichen, ist die Punktion des Bauchraums unter Lokalanästhesie sinnvoll. Dabei kann auch eine sogenannte Drainage platziert werden, um die Flüssigkeit repetitiv oder auch fraktioniert abzulassen. Eine solche peritoneale Drainage kann dann auch zur Applikation von Chemotherapeutika in den Bauchraum verwendet werden. Mit einer solchen intraperitonealen Anwendung der Zytostatika gelingt es in vielen Fällen, die Aszitesmenge rasch zu reduzieren.

Unter den gynäkologischen Tumoren ist der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) die häufigste Todesursache. Die besondere Bösartigkeit dieser Erkrankung liegt in der frühen Absiedlung von Tumorzellen aus dem Primärtumor, die sich in der Bauchhöhle ausbreiten und an vielen Stellen des Bauchfells zu Metastasen heranwachsen.

In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung ist oft der gesamte Bauchraum von Tumorzellen befallen, was zur Entwicklung von Bauchwassersucht (Aszites) führt. Das Ovarialkarzinom wird nur selten in einem frühen Stadium entdeckt – es wächst lange Zeit unbemerkt und ohne Beschwerden zu verursachen.
Ein großer Teil der Patientinnen hat bei der Diagnosestellung bereits Metastasen in der Bauchhöhle.
aszites 3 Die übliche Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms ist die möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors, gefolgt von einer Chemotherapie. Allerdings kommt es früher oder später meist zum Krankheitsrückfall.

Das Problem ist, dass der Tumor auch widerstandsfähig – resistent – gegen die Chemotherapie wird, was die weiteren Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Oft ist auch die Lebensqualität der Patientinnen in diesem Stadium stark eingeschränkt:
Der Aszites, die durch den Tumorbefall des Bauchfells verursachte Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, erreicht ein Volumen von mehreren Litern und führt zu schweren körperlichen Beeinträchtigungen.
Die Patientinnen magern ab, die Atmung wird durch den Druck der Flüssigkeit auf das Zwerchfell eingeschränkt, und der Darm kann verschlossen werden (Darmverschluß). Die Aszitesflüssigkeit muss immer wieder punktiert werden, weil sie sich innerhalb von Tagen bis Wochen nachbildet.

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